Antworten auf Ihre Fragen

Bereits auf der ersten Infoversammlung zum Windparkprojekt am 17. Juli 2025 haben über 320 interessierte Bürger das Pro und Contra für den Windpark in der Otto-Ibs Halle diskutiert. Damit Sie sachkundig mitreden können, finden Sie hier Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Das Projekt soll nur weiterverfolgt werden, wenn für die Stadt und damit unsere Einwohner ein eindeutiger Nutzen entsteht.

Durch eine Projektentwicklung mit unserer Tochtergesellschaften Stadtwerke soll dem Wildwuchs durch Dritte auf den Eignungsflächen zuvorgekommen werden.

Für die Stadtwerke Hagenow kann dies ein neues Standbein für die Zukunft sein. Bislang produzieren die Stadtwerke selbst keinen Strom, sondern kaufen ihn lediglich ein.

Für die Stadt Hagenow könnten sich hier insgesamt Einnahmen zwischen 500T und 1 Mio. Euro pro Jahr aus Flächenpacht, Umlagen nach § 6 EEG sowie Gewinnausschüttungen der Stadtwerke ergeben. Solche Einnahmen verbessern die Aussichten, bei Projekten wie Großsportanlage, Sanierungen von Straßen, Kitas und Schulen voranzukommen. Auch in der Jugend- und Seniorenarbeit sowie bei der Feuerwehr gibt es Handlungsbedarf.

Ein Windprojekt in der Hand der Kommunen bietet immer die Chance, dass die Gewinne aus Erneuerbaren Energien am Ende zu 100% an die Bürger vor Ort fließen, und nicht an fremde Finanzinvestoren.

Die Stadtwerke Hagenow und die MEA. Die Stadtwerke sind eine 100%ige Tochtergesellschaft der Stadt Hagenow und die MEA eine Tochtergesellschaft der WEMAG.

Neben den sozialen Aspekten der Stadtentwicklung wird auch über eine direkte Investitionsmöglichkeit für Hagenower Bürger nachgedacht (Beispielsweise Bürgerwindrad in einer Energiegenossenschaft).

Außerdem wollen die Stadtwerke Hagenow einen günstigeren Stromtarif für Hagenower Kunden ans Netz bringen.

Zum jetzigen Zeitpunkt ist das keinesfalls sicher.

Dieses mehrjährige Projekt steht seit wenigen Monaten in den Startlöchern. Die Bürgerinfo am 12. Juli 2025 war der Auftakt. Es folgen umfassende Prüfungen der Umweltauswirkungen, etliche Genehmigungen wie z.B. nach BimSchG sind erforderlich.

Nur wenn dieses Projekt auch finanziell für die Weiterentwicklung Hagenows interessant ist, soll es weiterverfolgt werden.

Ja, insgesamt gibt es zurzeit weitere 35 Solar- oder Windprojekte in Planung in den Gemeinden rund um Hagenow wie z.B. in Hoort, Moraas, Viez/Bakendorf und weiteren. Auf diese hat die Stadt Hagenow natürlich keinen Einfluss.

Nein, laut Waldgesetz in Mecklenburg-Vorpommern dürfen für Windparks keine Wälder gefällt werden. Bei der ins Auge gefassten Projektfläche handelt es sich um die Ackerflächen zwischen dem Wald der Bekow und Scharbow. Zielstellung des Projektes ist daher, dass kein einziger Baum zu Schaden kommt.

Aus zwei Gründen nicht. Zum einen ist der Abrieb von Windrädern bundesweit im Vergleich zu anderen Quellen wie Autoreifen oder Schuhsohlen von der Menge her zu vernachlässigen. Zum zweiten ist die Bekow auch nicht das Trinkwassereinzugsgebiet der Stadtwerke. Hagenower Trinkwasser kommt aus südlicher Richtung aus Pätow, Warlitz und Toddin.

Die Windparkprojektgesellschaften legen selbst bis zu 500.000 Euro je Windrad als Rückbaureserve zur Seite und sichern diese Summen darüber hinaus über Bankbürgschaften ab.

Nein, Rene Feige, der Seeadler-Regionalkoordinator West des Landes, ist mit der Vogelkartierung beauftragt und hat das Verfahren auf dem Bürgerforum erläutert. Es gibt klare Abstände, die einzuhalten sind, und im Zweifel wird auch ein Windrad weniger gebaut, wenn z.B. ein Rotmilan seinen Horst innerhalb dieser Abstandsradien hätte. Im Rahmen der Genehmigungsverfahren werden Klein- und Großvögel über einen langen Zeitraum großflächig kartiert.

Nein, unter Berücksichtigung aller Bedingungen wie Größe, Siedlungsabstände, Natur etc. gibt es keine weiteren geeigneten Flächen.

Nein, denn Vor- und Nachteile stehen hier in einem schlechteren Verhältnis. Nicht nur finanziell gesehen. Sondern auch vom Flächenverbrauch. 9 Windräder produzieren ca. 65 Megawatt Strom, dafür bräuchte man einen Solarpark von 65 Hektar, was mehr Fläche verbraucht und die Ackerflächen für die Landwirtschaft ebenfalls nicht mehr nutzbar macht.

Auf dieser Website werden wir regelmäßig Karten, Zeitplänen und weitere Infos online schalten. Hier bleiben alle Interessierten stets auf dem Laufenden.

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