Wald und Lebensräume
Die ausgewählte Fläche für den Windpark hat einen großen Vorteil. Sie wird bereits landwirtschaftlich genutzt. Wälder und Bäume rund um die Ackerflächen bleiben von der Umsetzung des Windparks unberührt, wie es auch das Waldgesetz des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern vorschreibt. Hinzu kommt, dass die Projektfläche bereits durch den Verlauf einer Hochspannungsstromtrasse vorbelastet ist. Sensible Biotope des Landschaftsschutzgebietes und des für Hagenow bedeutungsvollen Naherholungsgebietes werden durch den Windpark nicht wesentlich beeinträchtigt.
Gut zu wissen:
- Lage am Rand des Landschaftschutzgebietes
- Kein Baum wird gefällt
- Es wird ausschließlich Ackerfläche genutzt
- Vorbelastung durch Hochspannungstrasse


Trinkwasser und Böden
Viele Bürger fragen uns, ob die Trinkwasserqualität durch den Windpark beeinrächtigt werden kann. In dieser Hinsicht geben alle bereits durchgeführten Gutachten Entwarnung. Das Hagenower Trinkwasser stammt aus Pätow, Warlin und Toddin, weit entfernt vom Projektgebiet. Zudem ist die Belastung durch den Abrieb von Rotorblättern im Vergleich zu anderen Quellen wie Autoreifen oder Gummisohlen eher zu vernachlässigen.
Gut zu wissen:
- Die Projektfläche liegt außerhalb des Trinkwasserschutzgebietes
- Das Hagenower Trinkwasser kommt aus anderen Gebieten
- Die Belastung durch Abrieb der Rotorblätter ist minimal
- Die Qualität von Boden und Grundwasser wird regelmäßig kontrolliert
Vögel und Tierwelt
Bei der Planung des Windparks hat der Artenschutz oberste Priorität. Deshalb beobachten unabhängige Experten über mehrere Jahre die Tierwelt im Einzugsgebiet. Insbesondere Großvögel wie Adler oder Rotmilane, aber auch alle anderen brütenden sowie rastenden und durchziehenden Vogelarten werden erfasst und kartografiert. Damit ist der Regionalkoordinator für Seeadler in der Region West des Bundeslandes beauftragt. Auf diese Weise werden die erforderlichen Abstände gewährleistet, sodass kein Grossvogel durch den Aufbau der Windräder vertrieben oder gefährdet wird. Sollte sich heraustellen, dass beispielsweise ein Rotmilan seinen Horst innerhalb der Abstandsradien hat, würde im Zweifel auch ein Windrad weniger gebaut.
Gut zu wissen:
- Kein Großvogel wie Adler oder Milan wird vertrieben
- Langfristige Kartierung der Tierpopulationen
- Strenge Abstandsregeln zu Brutplätzen
- Im Zweifel weniger Windräder, um Tiere zu schützen


Landschaft und Erholung
Das Landschaftsschutzgebiet Bekow ist ein Naherholungsgebiet, das durch seine wechselnden Laub- und Nadelwälder, das Urstromtal der Schmaar und die Grünland- und Ackerflächen eine große Bedeutung für Hagenow besitzt. Daran wird sich nichts ändern. Das Windparkgebiet liegt am Rande des Gebiets. Der Eindruck dieser landwirtschaftlich genutzte Fläche wird bereits durch die Hochspannungsleitungen einer Stromtrasse in seiner Ursprünglichkeit geschmälert.
Gut zu wissen:
- Lage am Rand, nicht im Kernbereich des Schutzgebietes
- Keine Beeinträchtigung des Erholungswertes
- Das Landschaftsbild des Schutzgbietes bleibt weitestgehend unverändert
- Moderne Nachtkennzeichnungen blinken nur, wenn sich ein Flugzeug nähert
Rückbau und Verantwortung
Die Laufzeit eines Windrades ist auf circa 20 – 25 Jahre begrenzt. Danach wird die Konstruktion geplant zurückgebaut. Die Mittel dafür sind bereits bei der Investition mit einkalkuliert und werden zusätzlich durch Bürgschaften abgesichert.
Gut zu wissen:
- Pro Windrad werden 300.000 bis 500.000 Euro für den Rückbau zurückgestellt
- Zusätzliche Absicherung durch Bürgschaften
- Die Rückstellung garantiert, dass der Betreiber den Rückbau zahlt und nicht das Gemeinwesen

Fakten zum Projekt
Mit dem Windpark wollen wir saubere, erneuerbare Energie erzeugen und die Einnahmen für den Ausbau des Standortes Hagenow sichern. Auf diesem Weg möchten wir die Bürgerinnen und Bürger in Hagenow mitnehmen und aktiv beteiligen, ohne dabei die Natur, das Trinkwasser oder die Sicherheit zu gefährden.
Infos zum Projekt